Bei diesem Verfahren spielt die URL der Werbeanzeige eine wichtige Rolle. Der Adblocker erkennt die URL und untersucht ihn auf seine Bestandteile. Sollten dabei Bezeichnungen wie /ad/, /adserv/ im HTML-Code gefunden werden blockiert der Adblocker die Werbeanzeige. Welche Bezeichnungen dazu führen, dass eine URL blockiert wird, ist beim Endfilter-Verfahren auf sogenannten schwarzen Listen festgehalten.
Adblocker
Was ist ein Adblocker?
Adblocker, oder auf Deutsch „Werbeblockierer“, bezeichnen Programme, welche Werbeanzeigen blockieren. Begonnen hat das Phänomen Werbeblockierung im Fernsehen und wurde 1999 mit dem „Webwasher“ als erster Werbeblocker auch für den Computer nutzbar. Als Adblocker werden Programme verstanden, welche im Hintergrund laufen, während der Nutzer im Internet surft. Ein Adblocker sorgt währenddessen dafür, dass Werbeanzeigen auf Webseiten nicht dargestellt werden. Es werden unter anderem Bilder, Videos, Texteinfügungen und Pop-ups blockiert. Heutzutage sind Adblocker allerdings nicht mehr nur noch Programme. Um es dem Nutzer noch einfacher zu machen, gibt es des Weiteren Browser-Erweiterungen, die als Adblocker fungieren können. Dadurch, dass die Nutzung eines Adblockers so einfach ist, benutzen ihn in Deutschland bis zu 20% der Nutzer. Dies hat zu einer Art Wettrüsten zwischen Adblocker-Herstellern und Werbetreibern geführt. Die Werbetreiber haben eine Anti-Adblocker entwickelt, woraufhin ein Anti-Anti-Adblock entwickelt wurde. Da es bei diesen Programmen um die Einkünfte von Webseiten geht, wird diese Entwicklung vermutlich immer weiter gehen.
Versuche von verschiedenen Verlagen und Onlinemedien gegen den prominentesten Adblock-Hersteller vorzugehen sind vor mehreren Instanzen gescheitert. Adblocker wurden somit als legal eingestuft, denn die Webseitenbetreiber können selbst entscheiden, ob sie Nutzer, welche einen Adblocker benutzen auf ihre Webseite lassen oder nicht. Einige Webseiten schließen die Nutzer von Adblockern komplett aus, Andere bitten lediglich darum, dass der Adblocker für die eigene Webseite deaktiviert wird.
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Grundlegend wird zwischen 3 Verfahren unterschieden, die kurz erläutert werden:
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Funktionsweise
Adblocker funktionieren generell auf diesen drei verschiedenen Verfahren, es kann allerdings auch sein, dass mehrere Verfahren von einem Programm kombiniert werden. Diese Verfahren sind jedoch nicht frei von Fehlern oder Problemen. Beim Endfilter-Verfahren ist es zum Beispiel so, dass die Werbetreiber ihre Bezeichnungen stetig anpassen, damit sie den schwarzen Listen entgehen können und ihre Werbeanzeigen trotzdem angezeigt werden. Natürlich werden auch die schwarzen Listen der Adblocker kontinuierlich angepasst und erweitert, wodurch es zu einem endlosen Anpassungsprozess kommt.
Das Deaktivierungs-Verfahren basiert auf dem Prinzip, dass Werbung heutzutage so aufwendig ist, dass sie Programmiersprachen benutzen muss und somit die Deaktivierung der Programmiersprache auch die Werbung deaktiviert. Das Problem hierbei ist, dass auch eingebettete Videoplayer von der Deaktivierung betroffen sein können und es somit zu einer deutlich schlechteren User Experience kommt.
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