google chrome

Google Chrome 

 

Was ist Google Chrome?

Google Chrome ist einer von vielen Webbrowsern, die Nutzer verwenden können, um sich im Internet zu bewegen. Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich hierbei um ein Produkt von Google und wird von dem Suchmaschinen-Marktführer seit dem Jahr 2008 kostenlos bereitgestellt. Google wirbt gezielt damit, dass der eigene Browser das Surfen im Internet beschleunigt, da das Tempo schneller ist und Suchbegriffe frühzeitig erkannt und vervollständigt werden können. Zusätzlich legt Google den Fokus auf die Vernetzung zwischen verschieden Google Produkten und Google Konten und die damit einhergehende verbesserte User Experience. Diese Versprechen scheinen bei den Nutzern gut anzukommen, denn nach nur vier Jahren hat Google Chrome es bereits geschafft den damaligen Spitzen Browser von seinem Thron zu stoßen. Seitdem ist Google Chrome der beliebteste Browser und steigt jährlich in seiner Verbreitung.

 

 

Neuheiten bei Google Chrome

Für den hauseigenen Browser hat Google nicht bereits bekannte Software übernommen, sondern kombiniert diese lediglich mit einer komplett neu entwickelten JavaScript-Engine. Mit der neuen Software geht einher, dass Google Chrome als erster Browser das sogenannte Tabbed-Browsing eingeführt hat. Dabei wird das Browsen des Nutzers nicht auf den gesamten Browser berechnet, sondern jeder einzelne Browser-Tab hat seine eigene prozesstechnische Leistung zugeordnet bekommt. Somit ist es nicht mehr möglich, dass ein einzelner, sehr rechnungsintensiver Browser-Tab die gesamte Leistung des Browsers verringert. Durch diese Auftrennung schneidet Google Chrome im Vergleich mit anderen Konkurrenten in Tests deutlich besser ab. Das Bedenken, dass durch die vielen einzelnen Prozesse die RAM-Auslastung steigt ist unbegründet, denn trotz dieser Tatsache schneidet Google Chrome mit einer geringen RAM-Auslastung sehr gut ab. Sollte der Nutzer ein Google Konto besitzen, so bietet Google Chrome ihm die Möglichkeit sich anzumelden und somit alle Endgeräte, auf denen er dies tut, miteinander zu verbinden. Wird zum Beispiel auf dem Desktop ein Lesezeichen gesetzt, so wird dieses auch auf dem mobilen Endgerät übernommen; andersherum natürlich genau das gleiche Prinzip. Dies betrifft allerdings nicht nu die Lesezeichen, auch häufig besuchte Seiten oder Add-Ons werden bei einer neuen Installation von Google Chrome direkt mit übernommen.

 

 

 

Google Chrome für mobile Endgeräte

Die mobile Version des Browsers ist nicht eins zu eins die gleiche Software, jedoch sind die beiden sich sehr ähnlich. Das Design ist das erste Merkmal, in welchem die Ähnlichkeit festgestellt werden kann. Auch sind einige Funktionen wie zum Beispiel das Tabbed-Browsing oder die Übersetzungsfunktion. Versionen dieses Browsers sind sowohl für iOS, Windows als auch für Android als reguläre App verfügbar.

 

 

Erweiterungen

Wie bei anderen Web-Browsern ist auch bei Google Chrome die Möglichkeit vorhanden den Browser mit Erweiterungen auszustatten und somit neue Funktionen hinzuzufügen. Bei Google Chrome heißen diese Erweiterungen „Plug-ins“ und werden über einen eigenen „Chrome Web Store“ bezogen. Dies wurde nötig, nachdem frei verfügbare Erweiterungen aus anderen Quellen dazu ausgenutzt wurden, dass Schadsoftware mit installiert wurde. Eine bereits bei Installation integrierte Erweiterung des Chrome Browsers ist eine so genannte Übersetzungsfunktion. Diese erkennt automatisch, wenn der Nutzer sich auf einer Webseite in einer anderen Sprache befindet und bietet dem Nutzer an, die gesamte Webseite auf eine ihm beliebige Sprache zu übersetzen. Diese Erweiterung kann in den Einstellungen komplett ausgestellt werden oder der Nutzer kann entscheiden, dass sie nur bei bestimmten Sprachen nicht zur Anwendung kommt.

 

 

Kritik an Google Chrome

Trotz all dieser Funktionen und Vorteilen gibt es doch auch Kritik an dem Google Chrome Browser. Wie auch bei anderen Google Produkten wird auch bei Google Chrome bemängelt, dass der Web-Browser zu viele Daten an Google weiterleitet. Ein Beispiel dieser Daten ist allerdings auch die besondere Funktion von Google Chrome: Es wird also bemängelt, dass der Nutzer, wenn er in der Adresszeile von Google Chrome beginnt zu schreiben, direkt dieses Tippen an die Suchmaschine Google weitergeleitet wird. Es ist nichtsdestotrotz so, dass dies nötig ist, damit Google Chrome Suchvorschläge liefern kann und somit die Eingabezeit des Nutzers verkürzt. Diese Funktion ist zwar nachträglich ausschaltbar, jedoch ist es bedenklich, dass diese die Voreinstellung ist.

 

 

Sicherheit von Google Chrome

Die Sicherheit beim Google Chrome Browser ist durch mehrere Aspekte gestützt. Zum Beispiel war Google Chrome der erste Webbrowser, welcher die Zwei-Faktoren-Authentifizierung nach dem U2F-Standard der FIDO-Allianz ermöglicht. Zudem gibt es bei Google Chrome die Chance „Google Safe Browsing“ zu verwenden. Dabei nutzt Google Chrome, dass vom Google Crawler Listen erstellt werden, auf denen unsichere Webseiten zusammengefasst wurden. Sollte der Nutzer trotzdem statt auf sicheren Webseiten, die mit HTTOS verschlüsselt sind, auf einer unsicheren Webseite sein (HTTP), so wird dies dem Nutzer direkt in der Suchzeile mit dem Begriff „unsicher“ angezeigt. Aufgrund dessen empfiehlt auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik den Einsatz von Google Chrome. Seit 2012 wird diese Empfehlung für Nutzer eines Windows-Computer ausgesprochen, denn mit der Verwendung des Sandbox-Verfahren ist die Angriffsfläche des Chrome Browsers deutlich reduziert. Diese Sicherheitsstandards beweist Google Chrome seit 2009 bei dem sogenannten Pwn2own-Wettbewerb. Hierbei wird den Teilnehmern ein Computer mit bereits installiertem Browser zur Verfügung gestellt und ihre Aufgabe ist es den Computer zu hacken. Im Vergleich mit anderen Browsern schneidet Google Chrome dabei gut ab.