Was ist Remarketing?

Täglich werden zahlreiche Internetnutzer mit Remarketing konfrontiert, ohne, dass sie sich dessen wirklich bewusst sind. Zuvor haben sie auf Amazon nach einem bestimmten Smartphone geschaut und anschließend werden ihnen auf anderen Webseiten Anzeigen von Amazon für dieses Smartphone angezeigt. Dieses alltägliche Vorkommnis ist nur eine Strategie des Remarketing.
Allgemein beschreibt das Remarketing, häufig auch Retargeting genannt, ein Verfahren im Bereich des Online Marketings . Bei diesem Verfahren werden Anzeigen für die Internetnutzer geschaltet, die eine Website besucht oder einen Online-Shop schon einmal verwendet haben. Wenn diese Nutzer eine Website oder einen Online-Shop verlassen, ohne ein Produkt erworben zu haben, bietet das Remarketing Unternehmen die Möglichkeit an, die potenziellen Kunden mit gezielter Werbung der früher besuchten Seite oder des früher besuchten Online-Shops zu konfrontieren. Die Unternehmen haben so ganz einfach und schnell die Gelegenheit mit den Internetnutzern wieder in Kontakt zu treten, indem sie relevante Werbeanzeigen auf anderen Websites der früher besuchten Nutzer schalten. Dieses besondere Verfahren dient dazu die Werberelevanz zu steigern. Gleichzeitig nimmt die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein potenzieller Kunde für das zuvor interessante Produkt entscheidet ebenfalls zu.
Der Ablauf des Remarketing Verfahrens folgt immer einem bestimmten Schema, das sich in die folgenden drei Schritte aufteilen lässt. Der erste Schritt besteht darin, die Interessen eines Internetnutzers für bestimmte Produkte in einem Online-Shop zu erfassen und auszuwerten. Im darauffolgenden Schritt werden diesem Besucher nach dem Verlassen der Website oder des Online-Shops Banner für entsprechende Produkte auf anderen Websites angezeigt. Diese Banner zeigen die Produkte für die sich der Nutzer auf der vorherigen Website oder im vorherigen Online-Shop interessiert, aber nicht gekauft hat. Im letzten Schritt des Remarketing Verfahrens sieht der Nutzer die Banner, erkennt das Produkt wieder und kehrt anschließend auf die Website oder in den Online-Shop zurück. Idealerweise tätigt er nun den Kauf des Produkts und die Unternehmen erzielen somit ihre gewünschte Conversion.
Die spezielle Form der Werbung ist sowohl für kleinere, als auch für mittlere oder große Unternehmen geeignet, da sie eine kostengünstige und einfach umzusetzende Marketingstrategie darstellt. Das technische Prinzip hinter dem Remarketing ist dabei ganz simpel. Mithilfe von sogenannten Cookies eines Adservers werden die Intentionen der Internetnutzer erfasst und anschließend wird ihr Verhalten auf der eignen Seite ausgewertet. Mit den daraus gewonnenen Informationen können die Werbeanzeigen auf die Bedürfnisse der Nutzer abgerichtet und auf Folgeseiten ausgespielt werden. Unternehmen müssen bei dem Remarketing lediglich die rechtlichen Vorgaben beachten, welche sich darauf beschränken, dass der Internetnutzer über die Verwendung von Cookies informiert und dem ausdrücklich und aktiv zustimmen muss. Außerdem muss dem Nutzer die Möglichkeit des Opt-outs gegeben sein. Das bedeutet, dass der Besucher einer Website oder eines Online-Shops die Gelegenheit hat, sich gegen das Verfahren zu entscheiden und seine persönlichen Daten nicht gespeichert und darauf abgerichtete Werbeanzeigen nicht geschaltet werden dürfen.

Möglichkeiten des Remarketings

Eine Vielzahl von Anbietern, wie zum Beispiel Criteo, Yoondo, Facebook oder Google AdWords bieten Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten zur Gestaltung ihrer individuellen Remarketing Strategie an. Dabei sind die typischen Abrechnungsmodelle auf CPM- (Kosten pro 1000 Einblendungen) und CPC- (Kosten pro Klick) Basis, sodass die Unternehmen stets einen umfassenden Überblick über ihre Werbekosten behalten und auf ihr Budget abgerichtete Werbung schalten können. Somit erhalten die Unternehmen die Gelegenheit jederzeit einzugreifen, eine für sie passende Remarketing Strategie zu finden und durchzuführen, um den größtmöglichen wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen. Im Folgenden werden die Möglichkeiten des Remarketings anhand von Google erläutert.

  • Standard-Remarketing: Das sogenannte Standard-Remarketing bietet Werbetreibenden die Möglichkeit Anzeigen für frühere Besucher zu schalten, während diese bereits andere Websites betrachten oder Apps verwenden.

 

  • Dynamische Remarketing: Diese Art des Marketings ist eine Fortführung des Standard-Remarketings und verhilft Unternehmen zu besseren Ergebnissen, indem Anzeigen mit Produkten oder Dienstleistungen versehen werden, die ein Internetnutzer zuvor auf der Website betrachtet hat. Hierbei können animierte Anzeigen als Gif oder Flash Datei im Netzwerk platziert werden.
  • Remarketing für mobile Apps: Mithilfe dieses speziellen Verfahrens für mobile Apps können Anzeigen für Besucher geschaltet werden, die eine mobile App bereits verwendet oder eine mobile Website schon einmal besucht haben, während sie nun andere mobile Apps nutzen oder auf anderen mobilen Websites surfen.
  • Remarketing-Listen: Die Strategie ist hilfreich, um Anzeigen an frühere Besucher auszuliefern, während sie bei Google nach Produkten suchen, nachdem sie die unternehmenseigene Website verlassen haben. Beispielsweise können so durch die Auswahl von „Besucher, die ihren Einkaufswagen verlassen haben“ alle Personen angesprochen werden, die bereits einen Einkaufswagen erstellt, aber die Transaktion nicht zu Ende getätigt haben.
  • Video-Remarketing: Hierbei werden Anzeigen für Internetnutzer geschaltet, die mit einem Video oder einem YouTube-Kanal interagiert haben, während sie YouTube verwenden oder auf anderen Websites Videos anschauen. Bei den Video Ads wird zwischen Click to Play ads, In Stream Video Ads und Adwords InVideo Ads unterschieden.
  • Remarketing per E-Mail Liste: Diese besondere Art des Kundenabgleichs ist eine Funktion, bei der eine Liste mit E-Mail-Adressen hochgeladen werden kann, die sie zuvor von ihren Kunden erhalten haben. An diese Kunden können dann in der Google-Suche, auf YouTube oder in Gmail Anzeigen ausgeliefert werden, wenn sie währenddessen mit ihrem Benutzerkonto bei Google angemeldet sind.

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Vor- und Nachteile des Remarketings

Das Remarketing bietet kleinen, mittleren und großen Unternehmen zahlreiche Vorteile. Sie ist die strategische Komponente einer jeden Kampagne und unabhängig von den Unternehmenszielen, wie zum Beispiel der Stimulation der Verkaufsaktivität auf der unternehmenseigenen Website, der Erhöhung der Anmeldezahlen oder der Steigerung der Markenbekanntheit. Die Anbieter von solchen Verfahren bieten den Unternehmen zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten und eine hohe Flexibilität zur effektiven Gestaltung von Kampagnen. Werbetreibende sind sich jedoch in dem Punkt einig, dass dieses Verfahren ein ideales Mittel zur Erhöhung des Return on Investment (ROI) ist.
Außerdem erleichtert das Remarketing den Unternehmen den Zugang zu den Internetnutzern, um werberelevante Informationen zu erhalten und Verkäufe eines Produktes zu generieren, wenn die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist. Diese Nutzer, die sich zuvor über ein Produkt erkundigt und anschließend andere Websites betrachtet oder Apps verwendet haben, können gezielt mit relevanten Werbeanzeigen erreicht und konfrontiert werden. Diese Vorgehensweise erhöht die Wahrscheinlichkeit die potenziellen Kunden auf die Website oder den Online-Shop zurückzuführen, wenn das Interesse am größten ist und Verkäufe zu generieren.
Eine Anpassung der sogenannten Remarketing-Liste gibt den Unternehmen die Gelegenheit zusätzlich bestimmte Werbeziele zu erreichen, indem eine Vielzahl an Internetnutzern mehrmals täglich, wöchentlich oder monatlich adressiert werden, während sie andere Websites oder mobile Apps benutzen.
Das Verfahren ermöglicht mit seiner effizienten Preisgestaltung den Werbetreibenden die Erstellung einer leistungsstarken Remarketing-Kampagne mit automatisierten Gebotsstrategien, wie Ziel-CPA und Ziel-ROAS. Durch dieses transparente Preissystem erhalten die Unternehmen einen umfassenden Einblick in ihre Werbekosten und behalten jederzeit die Kontrolle über das ihnen zur Verfügung stehende Zahlungskontingent.
Außerdem können Unternehmen mit dem Remarketing eine Anzeigengalerie mit verschiedenen Text-, Bild- und Videoanzeigen in fast allen gängigen Formaten kostenlos erstellen. Zusätzlich dazu können mithilfe von dynamischen Remarketing-Kampagnen sogenannte dynamische Anzeigen erstellt werden, die Feed mit Layouts aus der Anzeigengalerie verbinden.
Werbetreibende haben somit jederzeit Gesamtüberblick über ihre Werbekampagnen und wissen zu jeder Zeit, wo Werbeanzeigen ausgeliefert und zu welchem Preis sie angeboten wurden.
Trotz der zahlreichen Vorteile birgt das Remarketing auch gewisse Risiken. Unternehmen, die sich dazu entschlossen haben diese Form der Werbung zu betreiben, wird dringend geraten die strikten Datenschutzbestimmungen einzuhalten. Andernfalls drohen ihnen erhebliche Abfindungen und Strafen für rechtswidriges Verhalten. Auch Schadenersatz für die entstandenen Datenschutzverletzungen sind nicht unüblich. Nicht selten fühlen sich die Internetnutzer durch die gezielte Werbung von Unternehmen für ein entsprechendes Produkt verfolgt oder auch abgeschreckt. Um diese Nachteile zu vermeiden ist eine Zusammenarbeit mit einer SEO Agentur lohnenswert.


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